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Bauweisen auf dem Lande
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- Redaktioneller Artikel
- Kultur

Ein typisches modernes Einfamilienhaus in Dänemark.jpg

Heimatschutzbau in Møgeltønder.jpg

Ursprünglich gab es im heutigen Grenzgebiet keinen deutsch-dänischen Unterschied in den Bauweisen. Die traditionelle Hofform war hier das so genannte „Schleswigsche“ Bauernhaus“. Der preußische Einfluss nach 1864 machte das Bauen schließlich europäischer. Man nutzte nun neue Materialien wie Schiefer- oder Pappdächer. Mit dem aufkommenden Wunsch nach „heimischer“ Bauweise fand ab 1910 ein neuer Stil Verbreitung: die „Heimatschutz­architektur“. Während sich in Deutschland diese Bauweise noch bis nach 1945 hielt, wandte man sich nach der Grenzziehung 1920 jedoch in Dänemark der „Bessere Bauweise“ - Bewegung zu und baute in dänisch-südjütischer Tradition. In der Nachkriegszeit aber prägte der aufkommende Modernismus das Bauen schon wieder grenzübergreifend.
In den 50´er Jahren schließ­lich entstand der typische dänische „Eigenheimstil“ aus gelben oder roten Back­steinen, dunklem Holz und verschiedenen, meist niedrigen Dachneigun­gen.
Damit bildete sich in den Einfamilienhaus-Siedlungen im Grenzgebiet ein deutlicher Unterschied heraus, der auch heute noch zwischen den individuellen, oft mit romantischen Anleihen versehenen Hausformen in Deutschland und den eher nüchtern wirkenden dänischen Eigenheimen fortbesteht.