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Die Clausen-Linie
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- Redaktioneller Artikel
- Kultur

H.V. Clausens Vorschlag zum Grenzverlauf (schwarze Linie in Kartenmitte).jpg

Prozentzahlen der dänischen Stimmen bei der Volksabstimmung 1920.jpg

Mit seiner nach 1891 dokumentierten „Sprach- und Gesinnungsgrenze“ versuchte der dänische Historiker Hans Victor Clausen (1861-1938) im zwischen Deutschland und Dänemark umstrittenen Nordschleswig eine kulturelle Trennlinie festzulegen. Die nach ihm bezeichnete „Clausen-Linie“ war nahezu identisch mit der von ihm nach­ge­wiesenen Verbreitung der deutschen und dänischen Sprache. Diese verlief in West-Ost-Richtung südlich von Tondern und endete nördlich von Flensburg in der Förde.
Er hielt zudem fest, dass man in Nordschleswigs Städten und in Flensburg über­wie­gend deutsch sprach. Die Umgangsprache dies- und jenseits der Clausen-Linie war aber tatsächlich entweder mehrheitlich (platt)dänisch bzw. (platt)deutsch.
Für die Volksabstimmungen 1920 wurden die Abstimmungszonen gemäß seinen Vor­­schlägen festgelegt. In der nördlichen Zone stimmten dann 75% für Dänemark und 25% für Deutschland, in der südlichen Zone mit Flensburg hingegen 80% für Deutsch­land und 20% für Dänemark. Von geringfügigen Änderungen abgesehen ver­läuft die deutsch-dänische Staatsgrenze seither entlang der „Clausen-Linie“.