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Sie zeugen von Aufschwung und Wohlstand: die Kaufmannshöfe in Flensburg. In der Blütezeit des 15. und 16. Jahrhunderts entstanden sie auf langen, schmalen Grundstücken, die oft mehr als 100 Meter maßen. Vorne befanden sich Kontor- und Wohnräume, hinten war Platz für das Lager. Mitte des 18. Jahrhunderts florierte der Handel erst mit Zucker und später auch mit Rum: Waren, die die Kaufleute aus den ehemaligen dänisch-westindischen Kolonien holten. Die Händler brauchten mehr Platz, so dass viele Kaufmannshöfe die heute noch typischen Querspeicher erhielten. Besonders beliebt waren Höfe, die einen direkten Zugang zum Hafen hatten, wo die Waren anlandeten. Sie standen auf der sogenannten „Groschenseite“. Die Höfe auf der „Pfennigseite“ waren kleiner und wurden von Handwerkern und Fuhrleuten bewohnt.