Im Takt der Klöppel
Wenn Holzklöppel gekonnt hin- und hergeworfen werden, sich Fäden kunstvoll verdrehen, verkreuzen, verknüpfen und verschlingen, ist das Ergebnis wortwörtlich spitze: Klöppelspitze. Ab dem 17. Jahrhundert entwickelte sich das Spitzenklöppeln in und um Tondern zu einem wichtigen Wirtschaftszweig. Einen Boom erlebte die Handarbeitstechnik, als ab Ende des 18. Jahrhunderts auch Nicht-Aristokraten Handklöppelspitze an ihrer Kleidung tragen durften. Bis heute pflegt die historische Stadt in Süddänemark ihre spitzenmäßige Tradition. Sogar ein eigenes regionales Klöppelmuster, die "Tønder-Klöppelei", ist hier entstanden. Alle drei Jahre lädt Tondern im Sommer zudem zum Klöppelei-Festival ein. Dann heißt es wieder: verdrehen, verkreuzen, verknüpfen, verschlingen – alles im Takt der Klöppel.

