Knochenschnitzereien aus dem Faarhus-Lager - Schnitzen gegen den harten Gefangenenalltag
Ein Hase, ein Specht, ein Fuchs - nicht größer als zwei Zentimeter und geschnitzt aus Rinderknochen. Sie gehören zu 12 Rührstäbchen, die der Apenrader Künstler Kurt Mahler im Gefangenenlager Faarhus gefertigt hat. Das Lager, bis Mai 1945 mit dem Namen Frøslev-Lejren, wurde 1944 von Dänemark errichtet und bezahlt. Geleitet wurde es aber von der deutschen Besatzungsmacht. Durch die Errichtung hoffte Dänemark, die Deportation von Dänen in deutsche Konzentrationslager zu vermeiden. Vergeblich. Nach dem 2. Weltkrieg wurde es dann als Straflager für diejenigen verwendet, die mit der Besatzungsmacht zusammengearbeitet hatten oder Nationalsozialisten waren. In dieser Zeit bekam es den Namen Faarhus-Lager. Heute ist die Anlage ein Museum, das sich mit der Lagergeschichte vor und nach Mai 1945 beschäftigt. Die Schnitzereien von Kurt Mahler befinden sich heute im Deutschen Museum Nordschleswig.

