Süße Kuchenschlacht

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Von den 1890er Jahren bis zum Ersten Weltkrieg wurden in Nordschleswig, dem heutigen Südjütland, viele ”Versammlungshäuser” gebaut. Hier trafen sich dänisch Gesinnte um gemeinsam zu singen und sich auszutauschen. Die Hausfrauen backten ihre Kuchen von zu Hause aus und brachten die Köstlichkeiten in die Gemeindezentren – ein Trend, der sich zu einer Art Kuchenwettbewerb entwickelte. Die Reihenfolge der Kuchen einer südjütländischen Kuchentafel ist festgelegt: Erst kommen die weichen, sättigenden Stopfkuchen auf den Tisch, dann die Hefestücke mit Butter und die Brezeln. Dann kommen Schnittkuchen, Blech- und Formkuchen an die Reihe, so wie die trockenen Törtchen. Nachfolgend aufgeschlagene Torten und Rouladen. Abschließend Kekse, Knepkager (Krachkuchen), Gode råd (Guter Rat) og Ingenting (Nichts).  
Eine Kaffeetafel ist immer eine Mischung aus weichen und harten Kuchen. In einigen Orten Südjütlands gibt es noch immer Eintrittskarte für eine Kuchentafeln zu kaufen, u. a. im Gram Schloss und in Hohenwarte in Højer.

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