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Früher gab es einen großen Unterschied zwischen der Gartenkultur im östlichen und westlichen Schleswig. An der Flensburger Förde hatte man bereits im 18.Jh. vornehme Obstgärten, und schon um 1800 wandten sich die größeren Bauern einer städtischen Gartenkultur zu. Von Flensburger Baumschulen bezogen sie damals seltene Bäume wie Blutbuchen und Mispeln. In den Heide- und Marschlandschaften begnügte man sich währenddessen noch mit einem Küchengarten, umschlossen von hohen Wällen. Nach der Grenzziehung 1920 setzten sich die unterschiedlichen Gartenkulturen der beiden Länder in hiesigen Gärten durch. Die dänische Gartenkultur von den 20´ern bis in die 50´er war geprägt von Ordnung und Einfachheit. Die deutsche Gartenkultur hingegen war in den 20´ern und 30´ern durchsetzt vom romantischen Ideal blumenreicher Bauerngärten und wilder Naturgärten. Daher wirken viele deutsche Gärten auf Dänen wirr und unpassend, während viele Deutsche dänische Gärten langweilig finden. Den seit dem 19.Jh. typisch deutschen Gartenzwergen und weiterem Zierrat setzen die Dänen inzwischen den unbegrenzten Gebrauch von Steinen und Zementfiguren entgegen.