Hans Christian Andersen und der Adel

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Der dänische Märchendichter liebte das Reisen und verweilte auf seinen Ausflügen gerne in Schlössern und Herrenhäusern. 1844 und 1845 besuchte er den Herzog von Augustenborg in Gravenstein (Gråsten) und Augustenborg. Er war ein Lieblingsgast am Hofe. In seinen Tagebüchern beschreibt er die Besuche mit Details wie Wandern, Gesprächen und Zahnschmerzen. Abends unterhielt er seine Gastgeber mit Lesungen, Gesellschaftsspielen und Scherenschnitten. Im Streit zwischen Dänemark und Deutschland wollte er nicht hereingezogen werden; das Thema war daher bei seinen Besuchen Tabu. Während seiner Aufenthalte fand er auch Zeit und Inspiration zum Schreiben.
Bei einem Besuch im Schloss Gråsten entstand u.a. das bekannte Märchen "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" im Garten eines alten Lindenbaumes, der ihm während des Sommers Schatten spendete. Eine eher ungewöhnliche Umgebung als Inspiration zu einer traurigen Geschichte über ein kleines Mädchen, das in der Kälte vor den Fenstern der Reichen erfriert.