Kapitänsweg Station 2 - Museumshafen

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Führung

Museumshafen
Jahrhundertelang drängten sich Einrichtungen des Schiffsverkehrs und des Schiffbaus an der Schiffbrücke. Hinzu kamen die Vorrichtungen für Reparaturen, die dem Schiffergelag gehörten. Auf Initiative dieser Schiffergilde wurde 1726 auch ein hölzerner Kran errichtet, der – mehrmals erneuert – erst 1889 abgerissen wurde. Eine Rekonstruktion dieses Krans ist dem Museumshafen Flensburg e.V. zu verdanken, der seit 1979 mit der Erhaltung von Segelschiffen an die Klein- und Küstenschifffahrt auf der Ostsee erinnert.

Ursprünglich befanden sich die Liegeplätze der Küstensegler an der südlichen Schiffbrücke. Sie brachten hauptsächlich landwirtschaftliche Produkte aus dem Umland in die Stadt. Eine Hafen- und Brückenordnung sorgte im Verlauf des 19. Jahrhunderts für eine zweckmäßige Nutzung der Anleger und Löschplätze, die auch die aufkommende Dampfschifffahrt berücksichtigte und über eine erste Dampfschiffbrücke um 1840 in der Höhe der Norderfischerstraße entschied.

Nicht nur der technische Fortschritt sorgte für einschneidende Veränderungen im Hafennutzungsplan. Gravierender waren die politischen Folgen des Krieges von 1864 und die anschließende Eingliederung Schleswig-Holsteins als preußische Provinz in das Deutsche Reich. Eine wirtschaftliche Umorientierung verfolgte den Anschluss an den Süden, da die dänischen Absatzmärkte verlorengegangen waren.

Der verstärkte Ausbau des Eisenbahnnetzes mit Anschluss an Hamburg ging zu Lasten des direkten Überseehandels. Die veraltete Segelschiffsflotte wurde durch das Dampfschiff ersetzt.

Bei der 1872 gegründeten Flensburger Schiffsbau-Gesellschaft wurden bis 1910 rund 300 Schiffe gebaut, darunter nur noch 12 eiserne Rahsegler. Zu den Auftraggebern gehörten auch die vielen neuen Flensburger Reedereien, wie z. B. die Flensburger Dampfschifffahrts-Gesellschaft von 1869. Ihre Dampfschiffe unternahmen Frachtfahrten in die Nord- und Ostsee. Sie holten Kohle aus England, Holz aus Schweden und Finnland sowie Getreide aus Russland. Diese Reederei beteiligte sich an der chinesischen Küstenschifffahrt und setzte Schiffe in der Transatlantikfahrt nach Süd- und Nordamerika ein.

Noch vor dem 1. Weltkrieg überflügelte Flensburgs Dampferflotte die Häfen von Stettin und Rostock und nahm den dritten Platz hinter Hamburg und Bremen ein.

Museumshafen
Jahrhundertelang drängten sich Einrichtungen des Schiffsverkehrs und des Schiffbaus an der Schiffbrücke. Hinzu kamen die Vorrichtungen für Reparaturen, die dem Schiffergelag gehörten. Auf Initiative dieser Schiffergilde wurde 1726 auch ein hölzerner Kran errichtet, der – mehrmals erneuert – erst 1889 abgerissen wurde. Eine Rekonstruktion dieses Krans ist dem Museumshafen Flensburg e.V. zu verdanken, der seit 1979 mit der Erhaltung von Segelschiffen an die Klein- und Küstenschifffahrt auf der Ostsee erinnert.

Ursprünglich befanden sich die Liegeplätze der Küstensegler an der südlichen Schiffbrücke. Sie brachten hauptsächlich landwirtschaftliche Produkte aus dem Umland in die Stadt. Eine Hafen- und Brückenordnung sorgte im Verlauf des 19. Jahrhunderts für eine zweckmäßige Nutzung der Anleger und Löschplätze, die auch die aufkommende Dampfschifffahrt berücksichtigte und über eine erste Dampfschiffbrücke um 1840 in der Höhe der Norderfischerstraße entschied.

Nicht nur der technische Fortschritt sorgte für einschneidende Veränderungen im Hafennutzungsplan. Gravierender waren die politischen Folgen des Krieges von 1864 und die anschließende Eingliederung Schleswig-Holsteins als preußische Provinz in das Deutsche Reich. Eine wirtschaftliche Umorientierung verfolgte den Anschluss an den Süden, da die dänischen Absatzmärkte verlorengegangen waren.

Der verstärkte Ausbau des Eisenbahnnetzes mit Anschluss an Hamburg ging zu Lasten des direkten Überseehandels. Die veraltete Segelschiffsflotte wurde durch das Dampfschiff ersetzt.

Bei der 1872 gegründeten Flensburger Schiffsbau-Gesellschaft wurden bis 1910 rund 300 Schiffe gebaut, darunter nur noch 12 eiserne Rahsegler. Zu den Auftraggebern gehörten auch die vielen neuen Flensburger Reedereien, wie z. B. die Flensburger Dampfschifffahrts-Gesellschaft von 1869. Ihre Dampfschiffe unternahmen Frachtfahrten in die Nord- und Ostsee. Sie holten Kohle aus England, Holz aus Schweden und Finnland sowie Getreide aus Russland. Diese Reederei beteiligte sich an der chinesischen Küstenschifffahrt und setzte Schiffe in der Transatlantikfahrt nach Süd- und Nordamerika ein.

Noch vor dem 1. Weltkrieg überflügelte Flensburgs Dampferflotte die Häfen von Stettin und Rostock und nahm den dritten Platz hinter Hamburg und Bremen ein.

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